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Georgien - Kosovo 0-1 (0-1) Eine Art Spielbericht




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Georgien - Kosovo 0-1 (0-1) Eine Art Spielbericht

Beitragvon Wettopa » Sa 4. Sep 2021, 11:21

Georgien – Kosovo 0-1 (0-1)

02.09.2021, 18:00

Am Donnerstag, dem 2.9.2021 gab es im Twitch-Stream vom Wettopa eine Diskussion über den Fußball und die Spannung und die Gerechtigkeit darin. Kernthese vom Opa: der Fußball hat das Potenzial, ein wirklich gigantisches Spektakel zu sein und alle Welt zu fesseln und zu faszinieren. Die Art und Weise der Regelauslegung und Anwendung jedoch verhindert dieses Spektakel. Die Stürmer werden in etlichen Situation nicht nur unerheblich benachteiligt. Der Führende schafft es immer wieder -- sollte ihm das Glück hold sein, je überhaupt ein Tor zu erzielen --, dieses auch mit allen schmählichen, aber letztendlich geduldeten Mitteln über die Zeit zu bringen. Die Aussage, von seinem Sohn David bestätigt, welcher sich ebenfalls vom Fußball abwendet, dass die Verteidiger alles dürfen und die Stürmer nichts. Beispielsweise „Verteigerschwalben“, welche zwar ständig stattfinden, welche jedoch NOCH NIE geahndet wurden. Weder mit einem überhaupt erkannten Täuschungsversuch noch etwa mit einer gelben Karte bedacht, stattdessen genügt ein lauter Aufschrei und ein Sturz, mit oder ohne Berührung – und er bekommt einen Freistoß zugesprochen, ohne dass dort je das Mittel des Videobeweises eingesetzt würde. Gab es eine Berührung, war es Foul oder nicht, war es vielleicht Schwalbe, so dass umgekehrt eine Strafe dafür gerechtfertigt wäre, viel eher als diese Belohnung des Freistoßes?

Die Behauptung des Wettopas lautete zugleich: Fußball ist dadurch extrem langweilig geworden, abgesehen von den permanenten Ungerechtigkeiten, welche einem das ohnehin verleiden würden und welche vielleicht schon viele einst begeisterte Zuseher vertrieben hat beziehungsweise die Nachwuchsgeneration gar nicht erst an das Spiel herantreten lässt. Beispiel: Sohn und seine Freunde. Insofern wurde die spaßige These aufgestellt, welche jedoch täglich neues Futter bekommt: „Wie steht ein Fußballspiel?“ Antwort: „0-0“. „Richtig. Aber noch schlimmer daran: wenn einer ein Tor erzielt, kennen wir den Sieger.“ Es kommt keine Spannung mehr auf. Auf Chateinwände, durch welche die These natürlich in Zweifel gezogen wurde und keineswegs eine Benachteiligung der Offensivkräfte anerkannt wurde, gab es vom Opa zurück: „Wenn ich ein Spiel schaue, gibt es ständig eine Vielzahl von Beweisen dafür. Selbst wenn man, ohne den Fokus darauf zu haben, diese nicht unmittelbar erkennt.“

Insofern ist die Verfassung dieses Textes genau heute nötig. Es gab nämlich direkt nach Streamende die Gelegenheit, das Spiel Georgien – Kosovo anzuschauen. Es stand nach etwa 35 Minuten 0-1 (der Stream endete um 18:35, Anpfiff war um 18:00). Ah, also Fall 2: ein Spiel steht 0-0 und wenn einer ein Tor erzielt, kennen wir den Sieger.

Nun konnte man zugleich die Behauptung überprüfen. Beispielsweise: wenn ein Spieler am Boden liegt. Die zu stellende Frage lautet: welches Trikot hat er an? Antwort: blau! Blau trägt Kosovo. Das passiert von Minute 35 bis Minute 90 etwa sechs Mal. Immer die gleiche Trikotfarbe. Immer eine Verletzung? Oder eventuell eine Vortäuschung einer solchen, zwecks Zeit- und Kraftgewinnung? Gar ein möglicher, aufkommender Spielfluss somit im Keime erstickt? Gut, nur eine der vielen offensichtlichen Ungerechtigkeiten, die man ohne das geringste detektivische Gespür erkennt. Haben sie damit Zeit gewonnen oder Kraft aufgetankt oder Spielfluss zerstört? Klare Antwort: Ja! Warum gelingt es, warum wird das nicht überprüft, warum gibt es keine Strafen dafür, wenn es immer wieder auf die gleiche Art geschieht?

Zudem gibt es doch immer den Aspekt der Zuschauerunterhaltung? Hat man diesen gänzlich aus den Augen verloren? Wenn Spieler am Boden liegen, gäbe es einen Anlass, sich um ihren Gesundheitszustand zu sorgen. Gut. Die Betreuer kommen. Es ist so schlimm, dass man mitfühlt und natürlich jetzt nicht an eine Fortsetzung des Spieles denkt. Wenn jedoch das Mitgefühl ein ums andere Mal umsonst bemüht wurde, wenn man sich wiederholt Sorgen macht, um im nächsten Moment festzustellen, dass da ein junges Reh herumhüpft, welchem so rein gar nichts fehlt, im Gegenteil, es ihm nun, nach dem Auftanken der Kräfte noch besser zu gehen scheint, dann wird man spätestens beim dritten oder vierten Mal nur noch abwinken und sich ärgern. Vielleicht kommt man aber nach dem fünften Mal Ärgern gar nicht mehr, schaltet nicht mehr ein, weil man sich dieses hässliche Schauspiel nicht erneut vorführen lassen möchte?

Die Spieler haben NICHTS. Sie täuschen die Verletzungen nur vor. Sie schreien laut, fassen sich an Körperteile, welche nicht einmal eine Berührung abbekamen, versuchen gar, mit vors Gesicht gehaltenen Händen oftmals eine Tätlichkeit des Gegenspielers vorzutäuschen – und haben selbst mit diesem erneut dilettantischen Schauspiel auch noch Erfolg!

Nun, also zurück zur Partie: im Stream stand die Behauptung, dass man fast minütlich ein derartiges Ärgernis herausfinden und beschreiben kann. Weil es eben ständig stattfindet. In der Partie wurden, neben den oben genannten, sich wiederholenden, Situationen nur beispielhaft sechs herausgeschrieben. Da es das erste Spiel nach dem Stream war, soll somit deutlich werden, dass es IMMER und IN VIELZAHL möglich ist.

Die Entscheidungen gegen die Tore, welche der Opa immer wieder als einzigen Einfluss des Videoassistenten herausstellt. Man sucht nach Gründen, Tore nicht anzuerkennen. Die Ursachen hierfür müssen an anderer Stelle erörtert werden. Hier gab es im Spiel „nur“ die eine Szene: in der 84. Minute Kosovo mit dem 0-2. Oder? Der Videoassistent schaltet sich ein. Endloses Warten. Mehrere Minuten. Macht das dem Zuschauer Spaß? Im Stadion und/oder am TV? Werden die Minuten drangehängt? Die Entscheidung steht, und sie wird nicht transparent. Ein Freistoß kommt in den Strafraum, von schräg über dem Strafraum. Es mag sein, dass EIN Kosovo Spieler mit dem Trikot im Abseits ist. Das wird aber keineswegs deutlich. Nur: dieser Spieler berührt den Ball gar nicht. Stattdessen einer, der hinter ihm steht. Danach finden jedoch zwei weitere Ballberührungen statt, jeweils direkt vorm Tor, von Kosove-Spielern. Nun hat auch der anfangs möglicherweise abseitsstehende Spieler den Ball einmal berührt. Nur: es wäre doch längst eine neue Spielsituation? Wenn man zwar abseits steht, aber den Ball nicht spielt, dann darf man doch im nächsten Moment, wenn man NICHT mehr abseits steht, doch wieder eingreifen? Insofern die Minuten vielleicht nachvollziehbar gemacht, die Entscheidung selbst aber damit keineswegs. Und, bitte beachten, das Ergebnis entspricht der Behauptung: das Tor gilt NICHT. Hat das Vorteile? Ist nun Gerechtigkeit geschehen? Würde jeder Beobachter sagen, ja, eine klare Fehlentscheidung, hier MUSS eingegriffen werden, egal, wie lange es dauert? Zeigt nicht allein die verstrichene Zeit BIS ZUR Entscheidungsfindung, dass es AUF KEINEN FALL eindeutig war? Alle diese Fragen führen nur zu einem Ergebnis: es gibt kein Tor. Und das geschieht immer wieder so. Gewonnen hat nichts und niemand davon. Verloren haben hingegen alle. Es macht keinen Spaß und man ärgert sich und man hat sich keinen Millimeter vorwärtsbewegt, was die Gerechtigkeit angeht. Ein Versuch, der eindeutig gescheitert ist. Der Videoassistent sorgt nur für zusätzlichen Ärger, sonst nichts. Gegenstimmen? War es abseits? War das ein Einzelfall? Eine Ausnahme, ein Zufall? Welche sinnvolle Erkenntnis kann man daraus gewinnen? Soll man das einfach weglächeln? Sitzen, warten, Däumchen drehen, während man guten Fußball sehen möchte und Spannung und Unterhaltung haben möchte. Und am Ende: KEIN TOR. Wir freuen uns.

Szene 2: ein Kosovo-Spieler bekommt einen Ball ins Gesicht, aus nächster Nähe. Der Gegenspieler jedoch hat diesen einfach nur nach vorne gespielt, er war nicht einmal hart, es war kein Vergehen im Spiel und es lag ganz sicher keine Absicht vor. Ab und an bekommt man eben einen Ball ins Gesicht. Das kann zwar schmerzhaft sein, ist aber, gerade im Fußball, Teil des Spiels. Anders als im Handball, wo Stürmer es explizit NICHT dürfen und es bestraft wird, wenn man den Kopf des Torwarts anvisiert, oder im Baseball, wo es jüngst einen ziemlich tragischen Fall gab, oder beim Eishockey, wo es extra Schutzkleidung gibt, damit es möglichst nicht zu Verletzungen kommt. Hier war REIN GAR NICHTS. Wenn es weh tat: kurz schütteln, es tut mir leid, weiterspielen. Und falls es wirklich schlimm wäre: ist auch schon mal passiert, so etwas merkt man schnell. Hier war die Reaktion eines der bezeichneten schlechten Schauspiele. Der getroffene Spieler möchte jedenfalls mit seiner Reaktion deutlich machen, dass er sehr, sehr übel getroffen wurde, und dass es auf jeden Fall das Verschulden des Gegenspielers war. Diese beiden Behauptungen sind absolut lächerlich, und zugleich so oder so falsch. Dass die Schmerzen keineswegs schlimm gewesen sein können, sieht man nämlich im nächsten Moment. Der „beschuldigte“ Spieler von Georgien merkt nämlich sofort, dass es nur schlechtes Schauspiel ist. Genauso seine Mitspieler. „Was soll das denn jetzt wieder?“ Es gibt auch keine Strafe, wenn es im Spiel, selbst aus nächster Nähe, einen Ball ins Gesicht gäbe, selbst wenn es „Absicht“ gewesen sein sollte (was kaum vorstellbar ist). Falls das Spiel unterbrochen wäre: gut, dann sind solche Attacken schon vorgekommen, und waren unerfreulich. Aber nicht IM SPIEL. Alles ist lächerlich. Die Aktion ist angezettelt von der Partei, welche eine 1-0 Führung über die Zeit bringen möchte. Da scheinen – der Medienvorgabe Folge leistend, „Winning is all that matters“ – sämtliche Mittel legal oder entgegenkommen/hilfreich, welche eine Spielunterbrechung einleiten könnten. Auch die schmutzigsten. Es kommt zur Rudelbildung, weil die Georgier das Schauspiel als ein sehr, sehr schlechtes, billiges und genau wie beschrieben zielgerichtetes erkennen, und sie keinen Schutz bekommen (der Schiedsrichter täte eh nichts als viel Gelb zu zücken und zu hoffen, dass es irgendwann weiter gehen kann) und sie so oder so von einer Vielzahl derartiger Situationen bereits benachteiligt wurden und einfach kein Tor schießen können, nicht aus Schwäche, sondern weil die Regeln das eben bei ihrer derzeitigen Anwendung und Auslegung nicht ermöglichen und sie insofern Frust aufgebaut haben, den sie nun abbauen wollen und können. Das heißt: Kosovo hat genau sein Ziel erreicht. Es kommt eine Menge weiter verstrichener Zeit hinzu, welche nicht den geringsten positiven Nutzen für das Spiel, für den Fußball, für die Gerechtigkeit hat. Einfach nur Ärgern, Ärgern, Ärgern. Wer solche Szenen hinnimmt, mag das gerne tun. „Macht doch TROTZDEM noch Spaß.“ Alles gut. Aber: wie viel mehr Spaß könnte es denn machen und wie viel mehr Menschen könnten dem beiwohnen, wenn es gerecht und fair zugingen? „Trotzdem Spaß“. Genau. Nur gibt es viele solche Stellen und viele, die es nicht mehr hinnehmen und viele, die sich den Ärger ersparen wollen.

Die dritte Szene: ein langer Ball von Georgien in den Strafraum, fast genau oben an der Strafraumgrenze. Der Torwart kommt dennoch heraus. Ein Georgier könnte den Ball eventuell bekommen, er ist auf ihn gespielt. Der Torwart hechtet sich über diesen Spieler und berührt dabei den Ball, kommt aber, wen wundert es, dabei zu Fall. Die Entscheidung: Stürmerfoul.

Nun die Überlegungen dazu: dass der Torwart Sonderrechte hat im Strafraum, ist anerkannt. Er darf den Ball mit der Hand spielen. Seine weiteren Sonderrechte sind wohl aufgehoben, so hieß es mal, so dass er auch im eigenen Fünfer nicht mehr den besonderen Schutz zu erfahren hätte. Wie da die Regeln sind, ist dem Autor nicht bekannt. Jedoch spielt es eh keine Rolle, was da in den Regeln steht. Die gängige und angewandte Regel lautet so: wenn der Torwart hinfällt, war es Stürmerfoul. Da gibt es keine weiteren Fragen und auch keine anderen Entscheidungen, egal, was das Regelwerk da hergibt. In dieser Szene hier gibt es nur einen, der eventuell foult. Das ist der Torwart. In der Wiederholung sieht man, dass sich der Stürmer erst GARNICHT bewegt, wegen erkennbarer Aussichtslosigkeit, und dann seinen Körper klein macht. Er duckt sich, weil da ein fliegendes Monster heranrauscht, vor dem er sich lieber in Deckung bringt. Nicht nur menschlich die richtige Entscheidung, auch spieltechnisch. Ich habe keine Chance, ein Tor wird es eh nicht, ich mache mich klein und unauffällig und möchte nur nicht verletzt werden. Warum und wie man in dieser Haltung allerdings foulen kann? „Spring gefälligst hoch, wenn der Ball kommt.“ „Warum sollte ich das tun? Ich komme doch eh nicht ran?“ „Ich sage dir warum: wenn du es NICHT tust, hast du gefoult.“ „Und wenn ich es tue?“ „Na, dann natürlich auch. Ich bin der Torwart und ich ramme dich weg und wenn ich falle, hast du IMMER gefoult.“ Ultimative Antwort: „Scheiß Spiel!“
Nur noch diese Überlegung: warum darf der Torwart diese Aktion machen? Wenn er ein normaler Feldspieler wäre: dürfte dieser auch einfach mal so über einen Gegenspieler hinwegspringen? Unabhängig davon, ob er dabei fiele oder den Ball mit der Hand spielte oder es beabsichtigte? Man stelle sich diesen Zweikampf einmal vor, von zwei Feldspielern so durchgeführt. Es führt zu der ultimativen Ansicht: der Torwart DARF das, da er den Ball ja auch mit der Hand spielen darf?! Dazu MUSS er sich nun mal rüberhechten? DAMIT er sein Sonderrecht, den Ball mit der Hand spielen zu dürfen ausüben kann, bekommt er weitere Sonderrechte zugesprochen, um das eine nutzen zu können? Nein, es gäbe nur eine richtige Entscheidung in der Szene: Elfmeter. Wie weit es davon entfernt ist? Unendlich. Der Stürmer hatte Glück, nicht Gelb zu bekommen, wegen „ungebührlichen Duckens“. Dieser Paragraph fehlt noch in den Regeln. Das berühmte „ungebührliche Ducken“.

Nun kommt die 90. Minute. Alle die genannten Aktionen würden eine Nachspielzeit von zehn Minuten rechtfertigen. Angezeigt werden drei. Das allein ist bereits eine Farce. Der Videoassistenteneingriff hat dies allein schon in Anspruch genommen, die Rudelbildung, die ständigen Schauspieleinlagen, Verletzungsunterbrechungen, alles in allem zehn, das passt. Drei? Das ist ja sogar weniger als Durchschnitt? Wer rechnet die Minuten mit, wer bestimmt das? Kann man „Einspruch“ sagen? Nichts. Die Gerechtigkeit auch an dieser Stelle mit Füßen getreten. Wieder zweiundvierzig Zuschauer unwiderruflich verloren, die diesen Sch… nicht mehr mitmachen wollen, nur mit dieser irrwitzigen Anzeige der Nachspielzeit.

Diese ist angezeigt. Sofort liegt ein Kosovari am Boden und wälzt sich. Man kann NICHTS dagegen tun?! Gibt es keine Möglichkeit, dieses falsche Spiel zu erkennen, zu bestrafen und Gerechtigkeit einkehren zu lassen? Er liegt und wälzt sich und es geht überhaupt nicht mehr weiter. Allerdings haben die Regeloffiziellen hier klug reagiert: urplötzlich wurden vier aus den drei Minuten. Immerhin. Noch immer total falsch und viel zu wenig. Ändert nichts,dass einfach nicht mehr weitergespielt werden kann. Liegt aber nicht an Georgien. Es muss gewechselt werden. Bis der Spieler endlich feststellt, dass GENAU ER gemeint ist, vergehen weitere 40 Sekunden. Nun allerdings stellt er fest, WARUM genau er raus muss. Ihm sind die Kräfte komplett ausgegangen. Denn: der Weg bis zur Auslinie (ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt, aber es wurde der Spieler ausgewechselt, der den weitesten Weg hatte) war kaum noch ohne Hilfe zu bewältigen. Die Kraft reichte nur noch, sich in alle Richtungen bei den Mitspielern zu bedanken und mit ihnen abzuklatschen. Der Ball ruhte. Nun war der Wechsel vollzogen. Der Ball kam in die Hälfte von Georgien, diese spielten den Ball nach vorne, er landete erneut im Aus. Man KANN unter solchen Umständen einfach keinen Angriff aufbauen. Nun, da der ball im Aus war, hatte der Trainer des Kosovo einen genialen Plan. Eine taktische Umstellung erforderlich, dafür natürlich zuvor eine Auswechslung. Das nächste derartige lächerliche Schauspiel fand statt. Der vorhin so übel verletzte (bei Anzeige der Nachspielzeit sich wälzende Spieler) zeigte seine Verletzung an, deshalb musste er raus. Seine Bewegungsgeschwindigkeit war arg eingeschränkt durch die Schwere der Verletzung. Er hatte jedoch nur ein paar Meter bis zur Auslinie. Etwa ein taktischer Fehler des Trainers? Warum nimmst du einen Spieler runter, der nicht MEHR Zeit schinden kann? Warum überhaupt hatte er noch eine Auswechslung aufgespart, warum darf er das alles, und warum macht das alles nur so überhaupt keinen Spaß? Der Ball war übrigens zwischen der ersten und zweiten Auswechslung etwa für dreizehn Sekunden im Spiel. Der Verletzte wird nun vom Schiedsrichter zur Eile gemahnt. Sicher, dafür hat er viel Verständnis. Nur zeigt er dem Schiri in dem Moment kurioserweise genau seinen geplanten Laufweg an. Der wird nachvollziehbar – wenn man weiß, wie man dreckig gewinnt und was so alles gestattet zu sein scheint, egal, wie offensichtlich und wie falsch und wie lächerlich. Er zeigt nämlich an, dass er den geraden Weg zur Auswechselbank geht, welcher jedoch, oh, Glückes Geschick, tirili, ÜBER DAS FELD zu gehen hätte. Also nicht etwa erstmal das Spielfeld verlassen und dann zur Bank, sondern ÜBER DAS FELD zur Bank. Genau so macht man das. Der Schiri hat natürlich vollstes Verständnis. Die Sekunden verstreichen. Als der Ball erstmals wieder richtig rollt, sind 2:23 der Nachspielzeit abgelaufen. Das ist authentisch.

Der Ball rollt aber auch dann nicht richtig und jeder Einwurf oder Abstoß oder Freistoß – welcher sich daraus ergibt, dass der Gegner diese endlosen Provokationen, die ohne jede Strafe durchgeführt werden können, nicht mehr ertragen kann. Es wird ALLES herausgeholt, was richtig eklig ist, aber der Sache dienlich. Einmal gibt es Freistoß für Kosovo. Sofort laufen ALLE SPIELER, die da standen, weg vom Ball. Es findet sich einfach kein Freistoßschütze. Bis sich der Torwart der Sache annimmt. Er legt sich den Ball drei, vier Mal zurecht, gibt endlose Anweisungen, wer sich wohin zu bewegen hätte, damit er endlich den Ball nach vorne schlagen könnte. Gut. All dies wird sehr wohl wahrgenommen. Es werden insgesamt 6:30 nachgespielt. Ein einziges Mal noch kommt der Ball sogar an den Sechzehner. Dort ein Georgier dran, mit dem Kopf. Der Ball, der auch platziert 0% Erfolgschancen hätte, segelt meilenweit über und neben das Tor. Was für ein Drama! Als dann der Abstoß ausgeführt ist – welcher erneut mindestens 30 Sekunden dauert – erfolgt der Abpfiff. Wozu wurden diese Sekunden noch weiter“gespiel“? Es ist rundherum eine Farce und es ist in jedem Spiel so, an einer unendlichen Vielzahl von Aktionen festzumachen. Da stimmt hinten und vorne NICHTS und der Unterhaltungswert und die Gerechtigkeit, Spannung, Spaß, guter Sport, alles geht unter, während die Anwendung all der „Erfolg versprechenden“ Schmutztricks hingenommen und geduldet werden. Verlierer: alle. Gewinner: keiner.
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